Aktuelle Lage zum Resist to Exist Festival oder vom Kuhacker zum Neubaugebiet

Bitte beachten: Das „Resist to Exist“ 2019 in Kremmen ist ausdrücklich NICHT abgesagt, auch haben die Veranstalter für den Fall der Fälle auch noch einen "Plan B" in der Hinterhand.

Hier haben wir für euch einen Lagebericht zur aktuellen Situation des größten DIY Festivals in Deutschland: Bereits letztes Jahr hat die AFD einen Antrag zur Prüfung des Festivals gestellt, mit dem Versuch es schlecht zu machen, was wenig Erfolg hatte. Erfolg allerdings hatte das Verwaltungsgericht Potsdam mit einem Verbot. Der CDU Leiter der Baubehörde so wie der SPD Landrat halten die Verbotsverfügung weiter für gültig.

Was ist das Problem?
Das Problem besteht darin, dass der ehrenamtliche Verein vom Resist to Exist nicht das Geld hat einen Antrag für eine Baugenehmigung zu stellen. Dieser ist unlogischerweise nötig, um den Kuhacker auf dem das Festival vom 2. - 4. August stattfinden soll zum Festivalgelände zu erklären. Dabei geht es gar nicht um die Bühnen, sondern um die Zäune und Stände. Die Kuhwiese würde per se für drei Tage einem Neubaugebiet gleichgestellt. Ein absoluter Irrsinn.

Das Resist hat sich im brandenburgischen Kremmen gut verankert.
Es bringt Geld nach Kremmen, Jugendarbeit und die Kremmener haben sogar freien Eintritt! Die Bands sind gebucht und die Karten verkauft. Was soll nun werden? Und mit welchem Recht kann dieses Verbot aufrechterhalten werden? Wie kann es sein, dass rechte Konzerte, die ganz klar verfassungswidrig sind und auf denen Straftaten wie der Hitlergruß etc. geschehen, erlaubt sind, ein friedliches Festival wie das Resist aber verboten wird?! Wem gehört eigentlich dieses Land, die Städte, Dörfer und Straßen? Ganz sicher nicht den Nazis!

blog_resist3


Wenn unser Resist to Exist Festival nicht stattfinden darf, was ist eigentlich mit unseren anderen Festivals? Unsere Szene wird zu Verbrechern abgestempelt und die Nazis jubilieren! Es reicht! Du bist für Wiederstand, ich bin für Wiederstand! Kämpfen wir um unser Resist to Exist-Festival und gehen keinen noch so kleinen Schritt zurück.

Hier noch die Pressemitteilung der "Resist to Exist" Veranstalter:

Während der laufenden Vorbereitungen für das selbstorganisierte, nicht-kommerzielle Punkrock-Festivals „Resist to Exist“ am ersten Augustwochenende 2019 in Kremmen (Landkreis OHV) erhielt der Trägerverein alternati e.V. eine kostenpflichtige Ordnungsverfügung der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Oberhavel. Die kostenpflichtige Ordnungsverfügung für das Gelände am Oranienburger Weg (16766 Kremmen) stellt die Nutzung der landwirtschaftlichen Bauten, das Ausweisen von Zeltflächen und das Errichten von Zelten zum Zwecke der Übernachtung, das Errichten von Verkaufsständen sowie das Einfrieden des Geländes mittels Bauzäunen unter Strafe. Defacto ist damit die Durchführung des seit 2016 in Kremmen stattfindenden jungendkulturellen Events nicht mehr möglich.

Nach Ansicht des gemeinnützigen Vereins alternati e.V. und seiner Anwälte steht die Rechtsauffassung der unteren Bauaufsichtsbehörde nicht im Einklang mit der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO). Daher wird der Verein ein Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Potsdam anstrengen, um die Durchführung des 16. „Resist to Exist“ vom 02. bis 04. August 2019 in Kremmen sicherzustellen.

Wolfgang Kunwald, technischer Leiter des Festivals: „Es ist uns unverständlich, wie die untere Bauaufsichtsbehörde von einer baulichen Umnutzung der Bauten sprechen kann, da wir lediglich einen Unterstand für Kühe temporär in eine provisorische Kantine für unsere Helfer verwandeln. Und bei einer Festivaldauer von drei Tagen kann man nicht von baurechtlichen Interessen sprechen. Sonst wäre jede andere Veranstaltung in Kremmen und Umgebung ja auch erst möglich, wenn vorher ein umfangreicher Bauantrag dafür gestellt werden würde.“

Bereits seit September 2018 arbeiten Herr Kunwald und das Orga-Team daran, Anmerkungen und Hinweise der unteren Bauaufsichtsbehörde umzusetzen: Zusammen mit einem renommierten Planungsbüro für Landschaftsarchitektur hat der Trägerverein des Festivals ein Verfahren zur Bebauungsplanänderung angestoßen, ein in Planung und Durchführung sehr zeitaufwendiges und kostenintensives Verfahren. In diesem Zusammenhang präsentierten Vertreter des Festivals die Pläne im Januar 2019 unter breiter Zustimmung aller Fraktionen in den entsprechenden Ausschüssen und in der Stadtverordnetenversammlung vor Ort.

Jule Winter, Mitglied der Orga-Crew des Festivals: „Seit Jahren funktioniert die Kooperation mit den Ämtern vor Ort wunderbar. Nur die untere Bauaufsichtsbehörde in Oranienburg stellt sich quer, obwohl ihre rechtliche Einschätzung nach Auffassung unserer Anwälte falsch ist. Das Festival leistet einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Vielfalt in der Region und wir unterstützen mit unserer Arbeit aktiv die Jugendarbeit vor Ort. Haltung zeigen ist die Devise und darum wenden wir uns nun an die Öffentlichkeit!“

In diesem Sinne:

DIE ÄCKER DENEN, DIE DRAUF TANZEN!
WIR TANZEN ALLE!

+++UPDATE 24.07.2019+++

"Das Oberverwaltungsgericht hat unsere Klage zugelassen. Parallel lief unser Plan B an. Wir haben ein paar Schausteller gewinnen können und haben das Resist als Spezialmarkt mit volksfestartigem Charakter angemeldet. Damit ist die Baubehörde bis auf die Genehmigung der Bühnen raus. Unverständlicherweise stellt sich der Bürgermeister (CDU) nun dem "Spezialmarkt to Exist" in den Weg. Alle wichtigen Infos findet ihr in unserer Pressemitteilung. Wir werden nicht aufgeben! Ob Plan A, B oder C: Das #resistbleibt!"
Hier gehts zur PM: https://resisttoexist.de/wp/pm-plan-b/

+++UPDATE 24.07.2019+++

blog_resist2

Bitte gib die Zahlenfolge in das nachfolgende Textfeld ein:

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Die Datenschutzbestimmungen habe ich zur Kenntnis genommen.

Diese Website nutzt Dienste von Facebook® u.a. zur Optimierung von Anzeigen. Sie können der Nutzung hier widersprechen. Mehr erfahren